Ja, in Spanien gibt es Rassismus. Man mag es nicht glauben, aber es ist so. Hier einige Beispiele:
1) Rassismus Wohnungssuche: Busca Chica
Man sollte denken, dass es kein Problem ist, eine Wohnung hier zu finden. Rund um die Universität hängen massenweise Wohnungsannoncen zur Vermietung von Zimmern. Viele zentral gelegen, viele schön, viele preislich erschwinglich. Wenn nur nicht bei etwa 50% der Zettel die Einschränkung “Chica” stände. Man weiß nicht so genau, warum die Spanier lieber Mädls in die Wohnungen lassen. Es gibt eigentlich nur zweie Gründe dafür: Entweder glauben sie, dass sie wirklich reinlicher sind oder sie versprechen sich etwas. So eine andere Art der Miete
. Dass Spanier auf extranjeras (Mädls aus dem Ausland) stehen, steht ja außer Frage. Und Flirten tun sie ja nur zu gern…
2) Rassismus Disco Teil 1 – Hose
Normalerweise könnte man davon ausgehen, dass ja Ausländer, sei es Touristen oder wie wir Erasmusstudenten Geld ins Land bringen. Es herrscht ja immer noch die Meinung, dass die Einnahmequelle “Deutsche in Spanien” ziemlich groß ist, weil die ja die Kohle haben. Männer haben jedoch dennoch oft Probleme in Discotheken zu gelangen. Grund z.B. Kurze Hose. OK, das gibts bei uns auch dass man in Deutschland so nicht Discos reinkommt. Frauen haben dabei aber wiederum kein Problem
3) Rassismus Disco Teil 2 – Schuhe
Wenn gewisse Leute vor der Sprachschule Flyer verteilen, auf denen sie mit Freibier in bestimmten Zeiten werben, sollte man eigentlich auch erwarten, Zutritt zu dem Schuppen zu erhalten. Weil sie werben ja explizit Studenten an. Wenn man dann aber den Weg zur Disco absolviert hat und abgewiesen wird, ist das schon ärgerlich. Grund: “Turnschuhe”. Mit diesen Schuhen kein Zutritt meinte der Türsteher zu Jirka und mir, als wir fragen wollten, wieviel das Eintritt kostet. Es waren halt meine normalen Puma-Schuhe. Nich irgendwie welche, mit denen ich grad vom Schlamm-Jogging gekommen bin usw. Naja, egal, man kann sein Geld ja auch woanders ausgeben. Wenn sie das nicht wollen… Aber dann sollten sie auch das Werben dafür bleiben lassen.
4) Rassismus Taxi
Mir selber ist es nicht passiert. Aber schon amüsant, wenn im Unterricht diejenigen, die hierhergeflogen und dann mit dem Taxi in die Innenstadt gefahren sind, über die Preise diskutieren. Taxometer normalerweise aus. Aber die Preisspanne ist beträchtlich. Von 11 bis 25 Euro war alles dabei. Tja, die Sprachhürde nutzen die Taxifahrer wohl bei Ausländern voll aus. Es kann einem auch passieren, dass 12 Eur vorher ausgemacht wurden, man danach jedoch trotzdem 16 bezahlen muss.
5) Rassismus Emanzipation
In gewisser Hinsicht gibt es die wohl doch noch nicht. Frauen zahlen meist so gut wie nichts beim Weggehen. Die Spanier laden oft ein. So lässt es sich natürlich gut und günstig leben. Wie wärs mal umgekehrt?
Soweit diese kleine nicht ganz ernst gemeinte Zwischeneinwurf