Allerheiligen sei Dank konnte ich das lange Wochenende mit fast ohne Uni zu verpassen nutzen und zur Julia nach Alicante zu fahren.
Mittwoch, 1. November
Am Mittwochmorgen gings los. 8,5 Stunden im Bus. In Málaga stiegen nur so 10 Leute ein. Hab ich mir gedacht, das passt. Da kann ich wenigstens schlafen. Ab Granada war dann der Spaß vorbei. Der Bus war voll, neben mir saß so ne 60jährige Spanierin. Als ich in Alicante ankam, war ich bestens informiert über die komplette spanische Geschichte, die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten, Kultur, Kulinarisches usw. Die gute Frau hat echt durchgelabert. Aber ich hab quasi alles verstanden
. Meine Bücher blieben im Rucksack, Unisachen ebenso.
In Alicante angekommen besorgte ich mir erstmal nen Stadtplan. Julia war zu diesem Zeitpunkt noch in Valencia. Naja, ich wollte dann zu Fuß zur Wohnung marschieren, was sich aber etwas schwierig gestaltet, wenn die Straße nicht in der Mapa verzeichnet ist. Mir blieb nur noch Taxi übrig. Bei der Wohnung dann wurde mir von der etwas strangen belgischen Mitbewohnerin geöffnet (man war ja vorbereitet; die Belgier in Málaga ham auch alle nen leichten Schlag). Mit der hab ich mich dann erstmal unterhalten. Mir wurde sofort eröffnet, dass die Wohnung etwas “sucio” (schmutzig) wäre. Lol, die Wohnung ist saubere als unsere in Málaga, und die ist beileibe nicht sooo schmutzig. Naja, ich verabschiedete mich dann um mit meiner Karte die Altstadt unsicher zu machen. Das Wetter war gut und so marschierte ich einfach mal drauf los, zuerst in den Straßen, später am Hafen. Da wars dann auch schon dunkel.
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Teil des Hafens bei Nacht
Später traf ich mich dann mit der Julia und wir gingen ins Haus, um dort was zu essen. Die Nadine, ebenfalls angehende Stararchitektin aus Regensburg, die zweite Mitbewohnerin, war dann auch schon da, und man hat geratscht bis in die Nacht. Um dann zu schlafen, was echt notwendig war.
Donnerstag, 2. November
Die Mädls mussten arbeiten. Von daher blieb ich ein bisschen länger liegen um dann a bisserl am Markt einzukaufen. Obst, Gemüse, lauda gsunde Sachan
ICH hab mich getraut den Markt zu fotografieren. Hihi
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Typischer spanischer Markt
Danach spazierte ich dann los. Das Wetter war (noch) gut.
Hier der Plaza de Toros mit Stierkampfarena
Ein bisschen Märchen in nem Park – Der Froschkönig
Ich ging erstmal in Richtung der einzigen richtig großen Sehenswürdigkeit, der Burg, die über der Stadt auf nem Felsen trohnt. Ganz ging ich aber nicht rauf, weil wir Essen ausgemacht hatten. Von daher wäre die Zeit zu knapp geworden.
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Mein Lieblingsbild. Hat a bisserl was von Libertad
Hier die Burg “Castillo de Santa Bárbara” bei Tag:
Castillo de Santa Bárbara
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Auch aus halber Höhe hat man nen schönen Blick über die Stadt.
Der nördliche Stadtteil mit der Stierkampfarena
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Und hier das Zentrum mit den höchsten Gebäuden (Hotels); im Hintergrund der Hafen
Ja, was solli jetz zu dem Bild sagen? Was ist schöner? Ich oder die Burg? Höhöhö. Ok, ich geb auf.
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Der Mercado mit Fleisch, Fisch usw. Gibts in allen spanischen Städten. Und “duften” tut das manchmal…
In und um Alicante gibts die meisten Palmen überhaupt. Hier eine mit a bisserl Kunst auf einer Verkehrsinsel
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Ein typisches Gässchen
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Hier die lange Strandpromenade. Fast menschenleer, weil…
Dann der große Regen kam. Und wie. Am Anfang gings noch. Ich marschierte ganz zum Castillo hoch um mir die Stadt bei Nacht anzusehen. Nach einigen Irrwegen und verschlossenen Toren hab ichs doch geschafft. Das fand ich irgendwie witzig. Hängt im Castillo an einer Wand
Im Castillo de Santa Barbara (in remember an die Copa Mundial 2006 en Alemania???)
Ja und von oben hat man echt ne atemberaubende Sicht – auch durch den Regen, der wurde nämlich stärker, was man hier nicht so sieht.
Der Hafen bei Nacht
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Zentrum
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Und eine große Straaaße (bitte nicht fragen, welche)
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Und von unten das Castillo im Scheinwerferlicht
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Ein richtig hübscher Ortsteil am Hang des Felsens
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Gute Laune nicht verloren
Am Abend traf ich mich zuerst mit der Nadine um einzukaufen, dann wurde aufgekocht und wieder gelaaabert. Ich sollte noch Bier kaufen, aber der islamische Supermarkt, zu dem ich ging, hatte keins. Beim Heimweg bin ich eine Seitenstraße zu weit rechts rumgeirrt. Als ich dann zurückkam, war ich so nass, wie nach dem Fußballspiel in Malaga. Die Stromleitungen hatten etwas Probleme mit dem Regen, übrigens dem ersten richtigen seit Monaten. Immer wieder flackerte kurz das Licht. Zitat am nächsten Tag in der Zeitung: “Die Leitungen sind einfach zu alt”. Toll. [Ok, 2 Tage später hats ja halb Europa erwischt, wie ich so gelesen hab]. Die Mädls warn etwas müde und kaputt. Von daher waren wir schon um halb 1 im Bett, so früh wie ich schon lange nicht mehr…
Freitag, 3. November
… Worauf ich natürlich genauso früh aufstehen konnte wie die Mädls. Und es regnete und regnete. Was macht man da? Man sucht sich Museen, was auch mit Mapa manchmal gar nicht so einfach ist. Hier mal ein Blick auf den Strand:
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Da ist der Strand…
Ja, ich ging zuerst ins Museum “de Bellas Artes Gravina” mit mittelalterlicher und zeitgenössischer Kunst. Das Bild hat mir am besten gefallen:
Das will ich haben: Atardecer en Florencia (Francisco Bushell und Laussat)
Und das will ich auch: Ein Werk von Viola. Dessen Werke fand ich wirklich toll.
Danach gings weiter. Zur Concatedral de S. Nicolás…
Concatedral de S. Nicolás.
… die ich aber nicht betreten durfte. In den Kirchen der Altstadt war so a depperte Ausstellung, so dass man ohne Ticket nirgends reinkam. Na, dann icht hab ich mir gedacht und es ging weiter durch die Stadt, wo auch dieses Bild entstand:
“Mag sein man läuft mit dem Gesicht gegen eine Mauer” [aus "Wir sind Deutschland"
]
Und dann ab ins nächste Museum wo es eine Fotoausstellung eines Künstlers gab, der zu Fuß und mit dem Rad nach Santiago de Compostela abgeschritten ist.
Hier der Innenbereich des Museums
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Farbenspiel durchs Fenster…
Und hier mal die unterschiedlichsten Sichten Alicantes: Im Vordergrund die tolle mediterrane Palme, dahinter heruntergekommene Häuser und über allem thront erhaben das Castillo.
Sichtweisen…
Impressionen der Stadt:
Bemalung an einer Hauswand.
Im nächsten Museum waren dann zeitgenössische Werke ausgestellt. Das hier hat mir gefallen, vor allem weil oben im Bild (hier nicht zu erkennen) steht: “Welcome in Alicante”
Welcome in Alicante
Auch nicht schlecht:
Ja, Kunst halt…
Sehr schön, echt stark gemacht, fand ich:
Eine Flasche is schon zusammengebrochen
Dann war ich in einem Museum über die Santa Familia. Krippen, Figuren, … wirklich langweilig. War auch ned besonders groß, so dass ich bald durch war.
Und hier mal zu sehen, was so los war:
Eine Schlammbrühe mitten im “Barrio”
Jo, und meine Schuhe ham ganz schön was mitgemacht. Nachmittags warn die klatschnass.
Zweifarbig… meine Füße drinnen wahrscheinlich auch…
Toll, was man so sieht, wenn man aufs Klo gehen will. La Luz sticht durch…
Kunst oder praktisch?
Jo, und bevors zum Essen ging, noch ein Marsch zum Hafen, wo auch das Disco-Nachtleben spielt. Ein Nachtclub neben dem anderen. Und über allem wieder mal die Burg
Puerto
Danach stillten wir unseren Hunger in ner tollen Tapasbar. Echt lecker und günstig. Später latschte ich wieder los.
Ein bisschen Gaudi??? Erinnert irgendwie an den Park Güell in Barcelona (allerdings war der nicht unter Wasser gesetzt)
Am Abend fönte ich zuallererst mal meine Schuhe trocken. Das war mehr als notwendig. Danach gingen wir lecker essen. In ein “grünes” Restaurant. Noch ein Geburtstaggeschenk von der Julia. Lecker… sehr zu empfehlen. Und da Freitag war ging man dann natürlich weg. Zuerst in eine Bar im “Barrio” (Barrio heißt übersetzt Stadtviertel, aber dieses eine heißt wirklich so. Mit vielen Bars und Kneipen) mit den “Besten Rum Cola von Alicante” (Zitat). Warn aber wirklich gut. Mit Früchten drin. Mmmmh…. Unterwegs waren wir drei mit Alberto und Alejandro, 2 Polizisten. Der dritte vom Trupp hatte Dienst. Alejandro war immer so halbwegs auf Frauensuche. Als ich ihn mal fragte, was für Mädls ihm denn gefallen, sagte er: “Alle, egal ob Deutsche, Französinnen, Spanierinnen, Italienerinnen!”
Höhöhö.
Julia und ich in der Bar
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Jo, die Brille war zuhause
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Alejandro, Julia, Nadine, Alberto, ich (v.l.n.r.)
Überall in der Stadt hams da solche Figuren an den Mauern, die manche auch suchen müssen…
An der Mauer – Star Wars…
Es ging noch in andere Bars…
“Prost!”
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Die zwoa…
Und dann gings zum Hafen ins “In Roma” (??), in die Disseeee
Dancin’ dancin’ oder besser Bailandoooo
Samstag, 4. November
Samstags wollten wir eigentlich nen Ausflug in eine andere Stadt, Pueblo oder so machen. Das Wetter machte dem ganzen aber nen Strich durch die Rechnung. So fuhren wir mit Alejandro und Jonathan, dem dritten Polizisten im Auto ins Centro Comercial, etwas außerhalb der Stadt gelegen, wo man shoppen oder auch so Freizeit verbringen kann. Zuerst ham wir gebowlt, so mir die werte Julia mit dem letzten Wurf (mit Glück???
) noch den zweiten Platz weggeschnappt hat.
Jonathan beim Bowlen
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Alejandro
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Nadine
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Auf den Telemark wär jeder Skispringer stolz. Sauber Julia! Aber – - – Übertreten! Hihi
Danach bisschen in den Geschäften, zurück ins Zentrum und zum Billard spielen. Später dann ganz nach Hause um groß aufzukochen. Das Gemüse, das ich eingekauft hatte (Wir haben das dann doch noch mit den Artischocken hingekriegt), Gambas, Salat usw. War äußerst lecker.
Als dann die Mädls nach ewigen Zeiten (jaaa, la verdad) im Bad und den Zimmern mit der Kleidungsauswahl fertig waren, wars ein Uhr durch und es ging wieder in Bars und Discos.
Alejandro und Jonathan
Man war spät im Bett und so schlief man dementsprechend lange.
Sonntag, 5. November 2006
Ja, und dann gings auch schon wieder ans packen um mit dem Bus um 14.50 Uhr Richtung “Heimat” aufzubrechen (DA schien dann natürlich wieder die Sonne). Urlaub vorbei!
Ein letztes Bild von Alicante
Im Bus waren wieder nur so 10 Leute, ab Murcía dann aber vollgefüllt. Das gute war, dass alle nach Málaga fuhren, so dass wir nicht in allen möglichen Orten stoppen mussten. Von daher war ich etwas früher daheim als erwartet, was mir nur recht war.
Ja, so vergehn 5 Tage. War schön da oben wenn sich auch die “Lichterstadt” teilweise nicht so präsentiert hat mit dem Regen. Aber mei, wen stört das schon…
Julia, Nadine, Muchas gracias! Bis zum Gegenbesuch in Andalucía!