Und zum verlängerten Wochenende, pünktlich zum Nationalfeiertag gings dann in die Hauptstadt – Madrid. Nach London und Berlin drittgrößte Stadt der EU (nein, Paris ist ohne Umland tatsächlich kleiner).
Donnerstag, 12. Oktober
Am Morgen suchten wir uns von Hauptbahnhof Atocha aus (seit dem 11. März 2004 durch die Madrider Terroranschläge sehr bekannt, weil sich dort 7 der 10 Zugexplosionen ereigneten, bei denen insgesamt 191 Menschen starben) den Weg durch das Metronetz (was aber ganz einfach ist) zum Hostel. Der Bahnhof ist der schönste, den ich bisher gesehen habe, mit einer mordsgroßen Garten innerhalb des Gebäudes, wo sich in kleineren Teichen auch das Zuhause zahlreicher Schildkröten befindet.
Ein Teilbereich der Bahnhofshalle Atocha
Wir hatten im Mad-Hostel gebucht, das ziemlich zentral liegt und auch preislich recht günstig war. Und natürlich Multikulti, klar. Leute aus Spanien, Türkei, USA, England, Südamerika, China, …
Mad Hostel in der Nähe der Metro-Station Aton Martin
Lang hielten wir uns nicht auf. Nachdem wir unseren “Schlüssel” (erinnert eher an eine Uhr) bekommen hatten, gings los in Richtung Zentrum. Allerdings ging das erstmal langsam voran, weil wir erst eine Demo von Ausländern (überwiegend aus Afrika), die für ihre Rechte plädierten, passieren lassen mussten.
Ausländer-Demo im Zentrum von Madrid
Schwupps marschierte das Militär mit Panzern auf um dem ganzen ein Ende zu bereiten:
Panzerschlepper
Nein, die bewachen nicht den McDonalds im Hintergrund
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Quatsch, kleiner Scherz am Rande. Da eben Nationalfeiertag war, gabs ne Militärparade für den König und Präsidenten. Die Tiefflieger am Himmerl konnten wir hören, einen Teil der Parade nur im Hostel im TV verfolgen. Als wir eben unterwegs waren, war das ganze gerade vorbei.
Zuerst gingen wir ins Prado-Museum, einem der bedeutendsten und größten Kunstmuseen der Welt.
Seitenansicht des Prado-Museums mit Eingangsbereich
Und aufgrund des Feiertags –> Eintritt frei
. Es beherbergt bekannte Werke der Künstler Boticelli, Albrecht Dürer, Rembrandt, Tizian, Rafael u.v.m.
Hier ein recht bekanntes Dürer-Werk
Na gut, um ehrlich zu sein – wir gingen halt durch und sahen uns die Bilder an. Weil ich und Kunstverständnis – das ist wie Hamburg und die Alpen. Da klafft ne große Lücke
. Aber war dennoch ganz schön.
Gegenüber von diesem mordsgroßen Bau befindet sich ein riesiger Park, mit namen Real Jardin Botanico (Königlicher botanischer Garten). Da Oli etwas müde war, ging ich alleine dort rein, um mir das anzusehen. Und das hat sich wirklich gelohnt, obwohl aufgrund der Jahreszeit viele Blumen verblüht sind. Man kommt sich teilweise vor wie im Busch:
Wildnis…
Dann gibts wiederum Pflanzen, die (zumindest ich Laie) ich noch nie gesehen habe:
Pflanze, die normalerweise im asiatischen Raum zuhause ist
Oder dicke, große Bäume mit breiten Stämmen:
Der Stamm eines sogenannten Maclura Pomifero – Naranjo de los Osages (Milchorangenbaum), beheimatet in den USA
Ja, und da mal ich…
Aber teilweise sieht man dann auch folgendes und denkt sich: Wo ist bei all diesen Schildern, bei all den Gräsern und Unkraut der Unterschied?
Schilder-Wirrwarr – viel gaaaaanz berühmtes “Unkraut”
Jo, und dann einer von mehreren dieser kleinen Bäume, die stark an Bonsai-Bäume erinnern:
Schief gewachsen mit dem schönen Namen “Pinus Sylvestris” (Pinie???), wächst u.a. in Südosteuropa
In diesem Park findet in einem Palais zur Zeit auch die “ON-SITE” statt, die Expo der Arquitectura en Espana. Da dürfen dann doch gleich 60 Leute gleichzeitig rein. Naja, da ich Zeit hatte, hab ich mich halt ne halbe Stunde angestellt und nebenbei Zeitung gelesen. Hat sich aber gelohnt. Im Innenbereich waren Modelle von Bauwerken in Spanien ausgestellt, die entweder vor kurzem abgeschlossen wurden oder demnächst vollendet werden. Mal zwei Beispiele:
Ampliacion del IVAM, Valencia (fertiggestellt 2009)
Ausbau des IVAM (Instutit für moderne Kunst)
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Metropol Parasol, Sevilla (fertiggstellt 2007)
Neugestaltung und Erweiterung eines der zentralsten Plätzen Sevillas – Plaza de la Encarnacion (übrigens von einem deutschen Architekten)
Jip, und danach gings mit Oli zu einem halben Gewaltmarsch kreuz und quer durch die erweiterte Innenstadt, vorbei am Kriegerdenkmal und dem Plaza de Cibeles mit zwei seiner Wahrzeichen, dem Brunnen Fuente de Neptuno und dem Prachtbau hier, dem Palacio de Comunicaciones…
Vor dem Kommunikationsministerium
… vorbei an der Banco de Espana, Metropolis Haus, in Richtung Puerta del Sol, dem Herzen Madrids. Das Wahrzeichen von Madrid (auch im Wappen enthalten) ist übrigens ein Bär, der an den Früchten eines Erdbeerbaums nascht:
Puerta del Sol ist zwar der Ort überhaupt, von dem alle Wege weggehen, aber im Augenblick mehr oder weniger Baustelle. Die Wetter-Live-Bilder bei N-TV sind von den Webcams auf diesem Plaza.
Selbstverständlich lässt sichs in Madrid auch sehr gut speisen und trinken. Dieser Schaufensterteil eines Restaurants macht doch gleichmal Lust auf mehr – Meeresfrüchte und Fisch:
Da kriegt man doch Hunger…
Und nach nem kleinen Imbiss (Madrid ist – wen wunderts – teurer als Malaga) gings dann wieder ins Hostel und dort in den Mixed Room, das wir mit zwei Erasmus-Türkinnen, die in Madrid studieren (eine von denen spricht quasi kein Wort spanisch
), einem Ami, und noch einem Chico (den wir quasi nie zu Gesicht bekamen) teilten. Es war einigermaßen eng, aber ging schon (ok, die Luft morgens nach einer Nacht mit geschlossenem Fenster [die Nächte dort sind recht kühl] war schon überragend).
Unser Hostelzimmer
Das Hostel war gut ausgestattet. Jeder hatte seinen eigenen Safe, im Erdgeschoss gabs ne Bar und Aufenthaltsraum mit Billard, Free-Internet (die Computer waren aber quasi immer belegt), einer Dachterrasse, nem geschlossenen schönen Innenhof vom ersten Stock aufwärts, TV mit Pay-TV Futbol de Espana, usw.
Ich dachte eigentlich dass Tim, den ich letztes Jahr in Malaga kennengelernt hatte, im gleichen Hostel sei; war aber ein kleines Missverständnis. Er und seine Cumpaneros aus San Sebastian, wo er jetzt studiert, nächtigten zeitgleich im Cat-Hostel. Kein großes Problem, war quasi ums Eck (die beiden Hostels gehören zusammen).
Abends marschierten wir zu Johannes, einem Freund von Oliver, der wie er in Maastricht studiert, zur Zeit aber im Erasmus-Austausch in Madrid. Später gings zu ner mordsgroßen Erasmus-Party in eine Disco, bei der auch Tim und seine Leute waren (immerhin 10 Euro Eintritt). War ganz gut da drin, aber eben nicht sooo günstig.
Tim und ich (in remember 2005, Grüße an Moritz in Münster und Ronnyyy in Winterthur) [Hier übrigens mein Hostel-"Schlüssel"]
Ja, es wurde natürlich einigermaßen spät. Das ist halt wirklich überall in Spanien gleich. Im Anschluss zurück ins Hostel und ins Bett.
Freitag, 13.Oktober
Am Freitag, dem 13., suchten Oli und ich erstmal das Stadion “Vicente-Calderon” auf, die Heimstätte von Atletico Madrid um uns Karten fürs Erstligaspiel Atletico – Recreativo Huelva zu sichern. Eins von unseren Highlights. Vor dem Stadion war einiges los, viele Übertragungswagen von Fernsehstationen, Reporter, usw. Grund: Das Ende des Mannschaftstrainings stand unmittelbar bevor. Wir warteten auch und das lohnte sich. Zum einen haben wir hier Antonio Lopez, seines Zeichens Abwehr- und Nationalmannschaftsspieler von Spanien
Antonio Lopez, Abwehr, Nationalmannschaftsspieler Spanien
Tja und zum anderen (leider kein perfektes Foto) hier einen seit der WM ziemlich unrühmlich bekannten Gesicht in Deutschland: dem argentinische und Atletic-Superstar Maxi Rodriguez, der nach dem Deutschland-Sieg im Viertelfinale gegen Sebastian Schweinsteiger handgreiflich wurde. Seit dem Freundschaftsspiel Spanien – Argentinien (2:1) ist er aber verletzt (Kreuzbandriss, 6 Monate Pause) und flog am Freitag danach ab nach Argentinien:
Maxi Rodriguez, argentinischer Superstar, verletzt, mit einer sehr attraktiven Chauffeurin
Nach Tapas-Essen in einer Bar in der Nähe des Stadions setzte sich der Fußballtag setzte sich im Stadion “Santiago Bernabeu” fort, der Heimstätte des seit kurzem offiziell von der Fifa bestätigtem “Besten Club aller Zeiten”: Real Madrid.
Olli und ich vor dem Bernabeu
Schlappe 9 Euro kostete der Eintritt, aber es war schon a bisserl was geboten. Zuerst gings mit dem Aufzug hoch in eine der höher liegenden Stadionringe, von wo man einen guten Überblick über die Größe der Schüssel (Fassungsvermögen früher bis zu 125 000, jetzt sind aber nur noch 80 000 Zuschauer – alles Sitzplätze – zugelassen).
5 Sitzringe…
Dann scheuchten uns die Ordner wieder nach unten, wo es dann in den Innenbereich ging. Der Weg führte durch nen Massageraum, die Gästekabine (mit Whirlpool, Wärmebecken, Duschen, Umkleideraum – alles mordsnobel [sorry, ich kann nicht alle Fotos hier reinstellen]; ich möcht nicht wissen, was die Kabine von Real alles umfasst – ich tipp mal auf Kloschüsseln aus Marmor), Logen, Innenbereiche, First Class Sitze (feinstes Leder; es sitzt sich gut drauf) und den Spielertunnel, der für beide Mannschaften separat ist – getrennt durch ein Gitter (um Handgreiflichkeiten nach dem Spiel zu vermeiden???
) zum Spielfeld. Ja, schon mal lässig auf der Trainerbank zu sitzen oder dort, wo eine Woche zuvor noch Ronaldo auf seinen Einsatz wartete. Oder einfach dort zu schlafen….
Johannes und ich – wollte schon immer mal auf ner Bank liegen, auf der sonst Multimillionäre sitzen.
Oli wartet auf seinen Einsatz…
Und hinter dem Tor:
Im Hintergrund schiessen normalerweise Raúl und Co. ein
Dasses danach ins mordsgroße Museum ging mit 1000en von Pokalen brauch ich wohl kaum zu erwähnen. Wirklich Hammer und beeindruckend. Und natürlich “Protz Protz, wir sind Real, wir zeigen alles was wir haben”. Am Ende gings dann noch in den Fan Shop mit stolzen Preisen…
Jip, das ganze hat quasi den kompletten Nachmittag in Anspruch genommen. Danach marschierten wir durch die Stadt. Plaza Colon, Plaza de Europa, alle mit Mordsmonumenten, Säulen oder anderen Wahrzeichen.
Hier das Edificio Espana, einer von zwei Wolkenkratzern am Plaza de Espana (muy grande)…
Edificio Espana am Plaza de Espana
… und hier wohl ein Monument, das dem bekanntesten Buch Spaniens und eines der meistverkauftesten der Welt gewidmet ist: Don Quijote von Miguel de Cervantes -
Don Quijote – Denkmal mit seinem Companero Sancho Panza; mit Oli und Johannes
Rechts davon (hier nicht im Bild) steht das Monument des Autors Cervantes.
Der weitere Gang führte am Rande der Altstadt, entlang der Rush Hour – Straßen… (kleines Beispiel hier:)
Rush Hour in Madrid
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… Zum Königspalast, den königlichen Gärten und Kathedrale (Fotos folgen später). Und irgendwann gings dann endlich zum Essen (wir wären fast gestorben vor Hunger) in eine Bar, wo es 100 unterschiedliche Bocadillos für je einen Euro gibt. Nach 3 Stück und einem Schälchen Oliven war ich pappsatt. Das Verkaufssystem is echt ne Marktlücke in Deutschland.
Später dann erstmal in den Supermarkt. Wo wir nicht schlecht staunten, dass es dort nen Wein in nem Kanister zu kaufen gab, der unseren Ölkanistern recht ähnlich sieht:
zurück zum Hostel, duschen und etwas in der Hostel-Bar sitzen und ausruhen. Wir wollten uns eigentlich mit einem Mexikaner am Plaza Mayor treffen, einem weiteren zentralen Platz Madrids, was aber nicht hingehauen hat.
Plaza Mayor
Der Plaza Mayor, auf dem in früheren Zeiten Stierkämpfe durchgeführt wurden, ist DER Plaza, nach dem viele weitere in Spanien nachgebaut wurden. Dient quasi als Vorbild.
Wir verabredeten uns mit Tim und Co. in nem Irish Pub, von wo es anschließend ins madrilenische Nachtleben ging. Hier noch ein Foto von mir und Tim, kurz vorm Abschied:
Rot ist in
Samstag, 14. Oktober
Das Reina Sofia Muesum stand an. Ein weiterer Palacio mit viel Kunst wie Prado, allerdings moderner. Von Picasso, Miró und Dali ist da alles dabei. Ich muss echt sagen, das fand ich um einiges besser als das Prado-Mueseum. Echt toll. Fotografieren ist zwar verboten, ich habs mal trotzdem versucht. Hier ein Werk von Picasso:
Picasso Gemälde
Das bekannteste Gemälde dort ist Picassos Guernica (ca. 3,5 x 8 Meter). Ein beeindruckendes Bild, das die Zerstörung der spanischen Stadt Guernica während des spanischen Bürgerkriegs durch die deutschen Bomber der Lufttruppe “Condor”, die die Faschisten unterstützten, zeigt (1937). Laut Reiseführer malte Picasso das Werk im Auftrag für die Pariser Weltausstellung 1937. Fotos von dem Werk gibts sicherlich online.
Später am Nachmittag trafen wir uns wiederum mit Johannes und einem Kumpel von ihm um Seilbahn zu fahren, die sich über einen Teil der Stadt zieht. Madrid aus der Luft hat auch was…
Im Hintergrund links der Königspalast, rechts die Catedral de la Almudena
Fluss mit Blick auf Königspalast und Kathedrale
Skyline von Madrid (links hinten die beiden Wolkenkratzer am Plaza de Espana)
Anschließend schauten wir uns noch den Sendeturm “Faro de Madrid” (oder Moncloa-Turm)
Faro de Madrid (bzw. Moncloa-Turm)
und einen Triumphbogen an.
Später im Hostel konnten wir noch etwas die Partie Getafe – Real Madrid verfolgen. Im Derby gewann der kleine Ortsteil mit dem deutschen Trainer Bernd Schuster 1:0 gegen die “Königlichen”. Die spanische Sportzeitung “AS” schrieb gestern spöttisch: “Esto es el Madrid? Getafe es la Capital!” (Das soll Madrid sein? Getafe ist die Hauptstadt)
Dann mussten wir aber auch schon los ins Stadion Calderon. Atletico – Huelva. Gut 45 000 Zuschauer waren drin. Vor dem Stadion stimmten wir uns noch mit nem Bier ein (das aber zumindest ich nicht mal halb austrank. Ohne Kohlensäure, süß, grauenhaft…).
Jetzt gehts lohooos. Kurz vorm Anpfiff
Im Stadion ist jegliche Art von Alkohol verboten. Ich durfte zwar meine Cola mit reinnehmen, musste aber den Deckel (!) abgeben. Wurgeschoss, hieß es. Als ob ich mit ner Plastikflasche nicht auch werfen könnte. Aber naja… Wir saßen in der Kurve bei den Atletico Fans ganz oben.
Estadio Calderon, in der Atletic Kurve
Die Stimmung war ganz gut, aber da find ichs in Deutschland besser. Die Leute ham hin und wieder die Hymne gesungen oder “Atleeeeetic”. Das wars. Bis auf die obligatorischen Schimpfwörter, wie z.B. Hijo de puta (das aber bei jeder Szene) oder Cabrón (wörtlich: Ziegenbock).
Die erste Halbzeit war so lala. Huelva (aus Andalusien im übrigen) leicht überlegen, Atletico aber mit 2 ganz guten Chancen (einmal Lattenknaller). Nach Maxi Rodriguez unter der Woche verloren die Madrilenen mit Petrov (noch bekannt aus der Bundesliga) nen weiteren Leistungsträger, der 6 Monate ausfallen wird.
Die Atletico-Kurve. Unten die Ultras
Und dann war auch schon Halbzeit. Die Weste ist bis obenhin zu, da es auch ziemlich kühl und windig im Stadion (das komplett unüberdacht ist) war.
Halbzeit….
Die zweite Hälfte war dann besser. Und interessanter. Zuerst gabs Elfmeter für Huelva, der anscheinend keiner war. Der Nachschuss war drin: 0-1. Dann gabs Rot für die Gäste. Später erhielt auch Atletico nen Elfer (war wohl auch keiner), den Torres sicher verwandelte (1:1). Tja und dann kam das, was wir im Stadion gar nicht gesehen hatten, weils auf der anderen Seite war, was aber heute alle beschäftigt hat:
Die Hand Gottes Part II: Der Nachfolger von Maradona, das argentinische Supertalent (Geboren 1988, für 23 Millionen gewechselt), “Kun” Sergio Agüero. Ganz schön frech, so wie man hier sieht. Im Interview sagte er, es war Reflex. Nach einer Ecke kam Torres zum Kopfball, der aber am Tor vorbeigegangen wäre. Agüero ging in Richtung Ball, kam aber nicht mehr mit dem Kopf ran und boxte das Ding ins Tor. –> 2:1. Schiedsrichter und Linienrichter mit keiner Reaktion… Das folgende Bild hab ich mir mal aus dem Internet “geliehen”, von der Homepage von “Kun”:

Die Hand Gottes: Keine Chance für den Torhüter…
Die Party tobte, noch ne rote Karte für nen Madrilenen juckte auch keinen mehr. “Los Rojoblancos” (Die Rotweißen) brachten das Ding nach Hause. Die Fans feierten…
GOOOOOOOOOOOOOOOLLLLLLLL!!!!!!!
…. und wir sowieso….. Schließlich steht dadurch Atletico vor Real in der Tabelle.
Campeooonnneeeeessss!!!!
Nachdem wir das U-Bahn-Chaos hinter uns hatten zogen wir uns im Hostal um um nochmal Nachtflair zu schnuppern. Plaza Mayor, Puerta del Sol und eine Disco, die wiederum schlappe 7 Euro Eintritt kostete aber mit schönem Ambiente und guter Musik. Nach der Rückkehr unterhielt ich mich noch ne gute Stunde mit nem Hostel-Angestellten, der aus der Nähe von Barcelona kommt und in Madrid studiert. Somit wurde die Nacht sehr sehr kurz, weil wir um 11 ausgecheckt haben mussten.
Sonntag, 15. Oktober
Da passierte nicht mehr viel. Aus dem Bett quälen, duschen, packen und in den Salon gehen um noch 2 Stunden rumzukriegen. Dann mit dem Gepäck zum Busbahnhof, was essen und dann gut 7 Stunden im Bus mit einer Pause.
So geht ein Wochenende im Flug vorbei. Jetzt kommt erstmal wieder der Uni-Alltag. Nächstes Wochenende werde ich wohl nirgends hinfahren, vielleicht das darauf nach Sevilla… jetzt wärs Wetter halt noch gut genug dafür…. Vamos a ver…
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Grüße in die Heimat