… Zumindest mit diesem Titel praesentiert sich die andalusische Kleinstadt auf einigen Plakaten. Vorvergangenen Samstag hab ich Ronda mit Jirka und seiner Freundin besucht. Nachdem die Nacht zuvor etwas länger war und die Buszeiten im Internet nicht mit den realen übereinstimmen, brachen wir erst am frühen Nachmittag in Richtung Bergland auf. Allein die Fahrt ist schon abenteuerlich. Manche Straßen sind nicht besonders gut ausgebaut; und obwohl es größtenteils durch nicht bewohntes Gebiet geht, ist die Landschaft dennoch sehr schön. Man könnte meinen, man sei an einem Ort, wo in den 60ern die Winnetou-Filme gedreht wurden. Hier ein paar Fotos von der Anfahrt:
Eines der kleinen weißen Dörfer im Gebirge
Nachdem’s erst ewig bergauf geht, führt die Straße dann wieder in Richtung “Tal” im Gebirge.
Berge, Stein, Geroell, soweit das Auge reicht. Nichts anderes…
… Aber sehr schoen…
Ein typischer Felsblock (rechts sieht man etwas eine abgegangene Steinlawine)
Es geht mal kurz bergab….
Über schmale, abenteuerliche Straßen und Kurven…
Um dann doch – nach langer Zeit – ein Haus (!!!) zu erblicken. In dem Moment wars fast sensationell. Sogar ein Traktor faehrt, wie man erkennen kann.
Und dann gings nach Ronda… Eine kleine Stadt, die lange Zeit von Muslimen beherrscht wurde. Highlight ist eine Brücke (Puente Nuevo), die sich über die schmale Schlucht “El Tajo” (zu deutsch: Hackblock oder -klotz) erstreckt. Die Brücke hat in etwa eine Hoehe von 80 Meter. Wirklich eindrucksvoll. Hier ist sie zu sehen:
Puente Nuevo, die die beiden Stadtteile “Mercadillo” (größerer und neuerer Bereich) und “La Ciudad” (im Grunde die Altstadt, die sich auf einem Mega-Steinblock befindet) verbindet.
Die Stadt lebt eigentlich ziemlich vom Tourismus. Bei uns gings einigermaßen. Die Hochsaison ist vorbei. Das “Weiße Dorf” ist wirklich schoen. Bekannt auch fuer Antike Bäder, eine grandiose, gesicherte Stadtmauer (zu Zeiten des Mittelalters erstanden). Zudem wurde hier der moderne Stierkampf erfunden. Zwei Brueder legten hier die bis heute geltenden Regeln fest.
Auch der Dichte Rainer Maria Rilke verbrachte zu seiner Zeit einige Monate in der Stadt. Wirklich lebenswert…
Hier sieht man mal, auf was für einem Felsklotz die Altstadt liegt:
Wir haben einen schoenen grossen Spaziergang unternommen um ueber Wege zu beiden Seiten der Stadt ins Tal zu gelangen. Zwischendurch stand natuerlich auch Fiesta und Essenspause auf dem Programm. Es war zwar etwas windig und nicht sooo warm (man ist hier schliesslich auf einer entsprechenden Meereshoehe und im Innenland), aber dieser Katze schmeckte das Wasser aus einem Brunnen…
wie Jirka und seiner Novia die Baguettes…
die vor allem auf Wespen eine anziehende Wirkung zeigten.
Hier nochmals die “Neue Bruecke” von unten, inklusive eines kleinen Wasserfalls.
Nach dem Marsch in die Tiefe gings wieder nach oben und auf der anderen Seite die Stadtmauer entlang, vorbei an den “Banos Arabes” (Arabische Baeder) und der “Puente Antiguo” (Alte Bruecke) und so noch etwas in der Stadt herum. Leider hab ich von diesen Orten (noch) keine Fotos, weil mein Akku schlapp gemacht hatte. Wenn ich mir die entsprechenden von Jirka geholt habe, werde ich sie noch posten.
Der Heimweg beanspruchte schlappe 3 Stunden, inklusive eines gesichteten Unfalls bei einer Serpentine, wo es wohl Steinschlag gegeben hatte. War nicht so einfach zu erkennen, da es zu diesem Zeitpunkt schon dunkel war.
So, jetzt hab ich endlich diesen Bericht fertig. Gestern warn wir nicht beim Stierkampf. Bzw. schon dort, aber wir haben die Arena nicht betreten, da die billigsten Tickets 50 EUR (oben in der Sonne) gekostet hätten. Vielleicht bietet sich ja noch ne andere Möglichkeit… Vamos a ver…
Am Dienstag steht mitm Mike mein erster Besuch an, mit dem ich bisher geplant habe, in Teatinos am Dienstag typisch spanisch zu essen und von Donnerstag auf Freitag Granada mit Altstadt und der Alhambra zu besichten. Zwecks Übernachtung dort kam mir ein glücklicher Zufall zuhilfe. In Ronda auf der alten Bruecke hab ich Sophie getroffen, die jetzt mit Erasmus in Granada studiert und mit ihren Mitbewohnern dort war, weil dort deren Familien wohnen. Die Sophie war im gleichen Studentenwohnheim in Regensburg wie ich, quasi fast über mir. Muy bien. Sie hat gleich angeboten, uns die Stadt etwas zu zeigen und in ihrer Wohnung zu nächtigen. Bin mal gespannt auf eine der meistbesuchten Staedte Europas…
Saludos
Hi Michi!
1 | Pinesiskin Oktober 2nd, 2006 at 11:19Bin grade bei der Julia zu Besuch. Echt cooles Wetter hier. Werd etz dann amal zur Burg von Alicante raufschauen und die schoene Aussicht geniessen.