Freitag, 23. März 2007 – Tag 1
Am Anfang hatten drei Leute die Idee, nach Barcelona fahren zu können. Kurz darauf warens dann neun, dann elf und am Ende trafen sich 13 Personen um 5.10 Uhr morgens an der Cercanía (Bahn, die u.a. zum Flughafen fährt).
Natürlich war die Gruppe wieder multinational: Melina, Anton, Thomas, ich (deutsch), Céline (französisch), Karolina, Kasia (polnisch), Gerti (englisch-albanisch), Viola (deutsch-schwedisch), Ricardo (italienisch), Paul (norwegisch), Hanne (holländisch), Amina (russisch-marrokanisch).
Selbstverständlich war jeder dementsprechend müde. Am Tag vorher gabs Fiesta de Primavera (Frühlingsanfangsparty), megagroß; bis auf Viola, die mit etwas Verspätung und einer Stunde Schlaf eintraf, ging keiner hin. Aber auch der Rest hatte nicht mehr als ca. 2,5 Stunden geschlafen. Es ist halt einfach nicht möglich, um 21 oder 22 Uhr hier ins Bett zu gehen, auch wenn man nicht weggeht. Von daher waren wir alle einigermaßen müde. Aber egal.
Wartend auf die Cercanía
Dann gings auch schon zum Flughafen, wo alles reibungslos ablief. Ein Großteil hatte einen Flug hin und zurück für 40 Euro gebucht. Clickair. Billigairline. Das merkte man an der Beinfreiheit im Flieger. Die meisten schliefen, angelehnt an den Nachbarn oder auf dessen Schoss. Mehr als kurz eingenickt bin ich im Gegensatz zu meiner Nachbarin nicht. Die Flugdauer beträgt ja auch nur 1,25 Stunden.
Im Anschluss fuhren wir mit der Metro ins Zentrum Barcelonas. Das Herz bildet die Prachtmeile “La Rambla”, die sich vom Plaza de Catalunya abwärts bis zum Hafen erstreckt. Ich tipp mal so auf zwei Kilometer. Unsere Wohnung war nur 3 Minuten von der Rambla entfernt.
Wartend, um in die Wohnung zu können.
Wir mussten noch kurz warten, bis die Wohnung gereinigt war. Ausgelegt für 8 Personen ging das dennoch für 13. Matratzen machens möglich. Mit einiger Skepsis sahen wir, dass es nur ein Bad gab. Da jedoch die Leute immer unterschiedlich aufgestanden sind, ging das dann doch immer.
Ich hatte vorher nen kleinen Plan gemacht. Und nach dem fuhren wir zur weltberühmten Kirche “Sagrada Familia“, die nach den Plänen von Gaudi selbst nach 150 Jahren noch nicht fertig erbaut ist. Im inneren herrscht reinste Baustelle. Die vier Türme stellen die vier Evangelisten dar, in der Mitte fehlt noch der Jesusturm, der natürlich alles überragen soll. Ich hatte meinen Studentenausweis vergessen. Verbilligtere Eintritte sicherte ich mir mit dem deutschen Studentenausweis von Anton von der Uni Koblenz. Nachgefragt hat nie einer
. Eigentlich wollten wir die Türme auch besteigen. Aber nachdem das nochmal zwei Euro extra gekostet hätte und wir die Megaschlange am Aufzug gesehn hatten, ließen wir das mal ganz schnell bleiben.
Die vier Türme von der einen Seite
Hier mal ein paar Bilder:
Dieses Quadrat ist schon außergewöhnlich: Mit diesen Ziffern lassen sich mit 310 Kombinationen die Zahl 33 (das Alter Jesu) bilden. Z.B. links v.o.n.u.: 1+11+8+13 = 33
Bei dieser Tür sind einige Wörter hervorgehoben, wie man auch auf dem folgenden Bild sieht
Im Innern der Kathedrale
Deckgewölbe
Baustelle I
Baustelle II
Danach gings gemütlichen Schrittes langsam ins “Barri Gotic”, dem Altstadtkern Barcelonas
Paul, Karolina, Céline, Kasia
Karolina, Hanne, Céline, Kasia
Das Bauwerk aus sicherer Entfernung
Man in Black
Mafia??? Gerti und Céline (mit meiner Sonnenbrille)
Der ganze Trupp: Hanne, Gerti, Kasia, Karolina, Melina, Ciola, Anton, Thomas, Amina, Ricardo; im Hintergrund hebt Paul grad Geld ab
Ja, wir hatten so unsern Spass, während wir durch die Gassen schlenderten. Da gabs dann so Fahrräder zu mieten. Genauso viele wie wir gebraucht hätten, waren gerade frei. Wir hams nicht gemacht, aber ein Foto musste schon drin sein.
Radltour???
Wohin man auch geht: Málaga!!!
Verhüllter Berliner Reichstag?
Monument
Über den Parc de la Ciutadella liefen wir weiter stadteinwärts.
Typische Straßenlaterne
Gerichtsgebäude
Alter Markt
Melina und Anton
Naja, in Barcelona is halt alles ein wenig anders. Dieses Büschl ist kein Affe, nein, das ist ein Hund.
Streetarts
Kirche im Barri Gotic
Dann gabs endlich mal was zu essen.
Manch einer wäre begeistert. Das ist nämlich nichts anderes als….
… reine Schokolade.
Torre
Plaza de Constitucion. Ich hab mich immer gefreut, wenn ich Orte entdeckt hab, die ich auch vor 2 Jahren gesehn hab.
Hanne, Karolina
Und immer wieder…. GAUDI (was in Málaga Picasso is, is hier Gaudi)
Das hier ist die Kathedrale. Echt schön. Unterschied zu Deutschland: Die Kathedralen sind viel viel wärmer. Bei uns daheim erfriert man ja immer.
Wir liefen quer durch das Viertel in Richtung Placa Catalunya, der Spitze der Rambla. Da warn dann so Straßenmusikanten, und zwei ältere Männer die tanzten. Der eine forderte dann Kasia auf, die das dann auch sehr gut machte. 3 Minuten tanzen – von uns wurde natürlich alles festgehalten
Da wars schon halb 7. 13 Grad
Die Markthalle neben der Rambla: St. Josep
Gerti wollte am nächsten Morgen English Breakfast für alle machen. Von daher gings erstmal in die Markthalle um all die notwendigen Sachen zu besorgen.
Ein Stand in der Markthalle
Abends gingen dann einige Leute zum essen, u.a. auch ich. Die andern aßen zuhause. Wir haben ein kleines, nettes Restaurant entdeckt, das sich dann schon so als Gourmet-Schuppen entwickelte. Das Essen war echt gut, aber eben dann auch teuer und nicht so viel. Auf die Frage, was ich essen könnte, was typisch katalanisch wäre, empfohl sie mir ein Gericht, das für mich der deutschen Bratwurst sehr sehr nahe kam
. Die Kellnerin war auch Erasmusstudentin aus Italien und lud uns dann gleich für nächsten Tag auf ne Party in ihrem Haus ein (ale 13 Leute).
Später trafen wir uns mit den andern und gingen in eine Bar.
Tischbillard – nicht so einfach.
Melina und Célina
Gruppenfotoooo
Später ging etwa die Hälfte aufgrund von anhaltender Müdigkeit ins Bett, die andern noch ne Stunde in eine Alternativ-Disco. Superchulo
Die eine Hälfte der Bar in rot…
Die andere in grün.
Die Idee bei diesem und folgendem Bild war, dass die Flasche das Mikro darstellen sollte. Kommt aber nicht so ganz rüber…
Und dann fielen auch wir gegen vier Uhr totmüde ins Bett. Leider gabs da zumindest für mich ein kleines Schnarchproblem mit meinen Nachbarn ringsherum. Aber auch das war dann irgendwann egal….
Fortsetzung mit Teil 2 folgt in Kürze.