Published on Donnerstag, Juli 26th, 2007 at 17:13

 20. – 22. Juli 2007 BERLIN

 Freitag, 20. Juli 2007

In meiner Woche der Vorstellungsgespräche verschlug es mich am Freitag nach Berlin. Noch leicht krank fuhr ich mit Andi mit kurzer Verspätung gegen 6, halb 7 los. Rauf gings an Hof vorbei in die Hauptstadt, die ich damit zum ersten Mal sehen konnte. Heiß wars an diesem Freitag. Und obwohl uns unser Navi ganz stark im Stich ließ, kamen wir dennoch zwei Stunden vor dem Vorstellungstermin bei der ZANOX.de AG an. Rein in den Anzug und los gings. Das Gespräch war ok, nur leider musste ich etwas warten. Gar nicht mal so angenehm bei der Hitze. Hier in der Nähe dieser Brücke war die Firma in einem neu renovierten Hafengebäude in Berlin-Treptow angesiedelt.

Danach gings quer durch die Stadt zur Jugendherberge, die vielleicht zehn Minuten zu Fuß vom Potsdamer Platz entfernt liegt. Da Freitag war, die halbe Strecke mit Baustellen dicht war und gleichzeitig in unmittelbarer Umgebung Gelöbnis und Erinnerungstag ans Stauffenberg-Attentat war, kann man sich vorstellen, dass wir schier ewig brauchten um am Ziel anzukommen. Dort gabs dann nen kleinen Schock, weil wir beide keinen Jugendherbergsausweis hatten. Auf der Homepage war aber zumindest auf dem ersten Blick das auch nicht ersichtlich. Und da wir ja noch nicht wussten, wie lang wir bleiben wollten, hätte sich so der Übernachtungspreis bei einer Nacht glatt verdoppelt. Relativ schnell entschieden wir uns aber, wenn wir schon mal in Berlin sind, bis Sonntagnachmittag zu bleiben (trotz Klausuren bzw. Examen bei Andi, wat solls ;-) )

Der Hunger trat auch schon bald ein und so entschieden wir uns, das All-you-can-eat-Angebot der Jugendherberge anzunehmen für 5 Euro. Dafür gabs aber Braten mit Knödel und Rotkohl sowie Salatbüffet. Voll in Ordnung. Und dann ging die Tour los…

Da das Regierungsviertel gar nicht weit weg war, entschlossen wir uns, in diese Richtung loszumarschieren.

Nach kurzer Erforschung der Umgebung….


Ein echter Berliner Bär in einem Vorgarten.


Streetart in Berlin

… gings erstmal vorbei am Museum of Art (dazu gibts später noch ein Bild) über eine der obligatorischen Berlin-Ampel-Männchen


Putzig…

zum Potsdamer Platz. Hier ein paar Bilder


Die Kuppel, bei Nacht auch in unterschiedlichen Farben


Und hier erlebte das ZDF mit Jürgen Klopp die WM 2006 – Sony-Center


Deutsche Bank Turm (glaub ich) am Potsdamer Platz

Direkt daran vorbei führte früher die Mauer. Hier ein Überbleibsel:


Ein Stück Geschichte…


Durch die ganze Stadt führt eine Linie (mit Steinen oder Metall), die den Verlauf der Mauer zeigen.


Im Osten und im Westen…

Danach gings in Richtung Brandenburger Tor, wo mir ein Plakat etwas “hessisch” vorkam, so mitten in Berlin.


Und das in Berlin…

Zuerst kamen wir am Denkmal für die ermordeten Juden Europas von Peter Eisenmann vorbei. Ein Teil der Steine muss jedoch jetzt schon wieder erneuert werden.


Schon beeindruckend, mit all den unterschiedlich hohen Gängen.


Andi am Jüdischen Denkmal im Berliner Abendhimmel

Der Weg führte weiter in Richtung Reichstag…


Das Zentrum der deutschen Politik aus einiger Entfernung – Der Reichstag.

Aber vorher noch zum Brandenburger Tor. Ich habs mir ja auch, wie so viele, größer vorgestellt. Beeindruckend ist es dennoch. Wahrzeichen Deutscher Geschichte. Im östlichen Bereich Straße “Unter den Linden”, im westlichen die “Straße des 17. Juni”.


Eins von Berlins Wahrzeichen: Das Brandenburger Tor


Andi und ich in der Osthälfte. Rechts von uns wäre die französische Botschaft (Mordsbau), links das Hilton.
Und in der Nähe des Brandenburger Tores gibts ne…


Ob’s da ne echte Berliner Currywurst gab, kann ich nicht sagen. Das Ding war geschlossen.

Und weiter gings auf der Tour zum Regierungsviertel. Langsam wurds ja auch schon dunkel.


Das Bundeskanzleramt, Angies Wohnzimmer

Und dann… Der Reichstag mit der Kuppel. Sehr beeindruckend. Und nachdem wir nur 30 Minuten anstehen mussten, haben wir das natürlich getan um auf die Kuppel zu kommen. Andi hat mir erzählt, das letzte Mal hatten Sies 2-3 Mal versucht – ohne Erfolg.


Hier am unteren Ende der Kuppel


Einigkeit und Recht und Freiheit


Da unten ist der Plenarsaal


Natürlich hatte man auch einen schönen Blick auf Berlin während dem Sonnenuntergang


Die Kuppel von außen


Im Innenhof des Reichstags: Jeder Bundestagsabgeordnete war explizit aufgefordert worden, etwas Erde aus seiner Heimat mitzubringen um das hier wachsen zu lassen. Soll als Kontrast sein zum “Dem deutschen Volke” auf der Stirnseite des Reichstags.


Plenarsaal von unten. Rein durftma leider nicht


Und nochmal: Imposant bei Nacht.

Anschließend marschierten wir weiter durchs Regierungsviertel


Abgeordnetenhaus


Alles ganz neu und künstlich angelegt

Von hier sollte es in Richtung Nachtleben gehen. Wir wollten unbedingt mal was trinken nach dem ereignisreichen Tag. Und so liefen wir am Fluss einfach mal entlang.


Bewachsenes Rad

Irgendwann warn wir am Hafen Friedrichstraße, wo wir gleich mal gewarnt wurden:

Und noch ein Hinweis:


LOL

Dann gabs ein Kölsch. Richtig, in Berlin. Aber wir wollten nicht mehr Laufen. Allerdings für DEN Preis hätten wir wohl woanders zwei gekriegt. Weiter gings am Fluss.


Berlin bei Nacht: Im Hintergrund der Fernsehturm

Nach einem Cocktail, auf den wir so ne Stunde warten mussten (wenn mir der Name noch einfällt, werde ich diese Bar nennen), gings Richtung Oranienburger Straße, wo das Nachtleben brodeln sollte (abgesehen natürlich vom Prenzlauer Berg.)


Die jüdische Synagoge.

Irgendwann kamen wir dort an und wir gaben uns ein paar Bierchen hin, setzten uns auf ne Bank und betrachteten das bunte Treiben aller möglichen Verrückten, dem leichtbekleideten Gewerbe usw.


Das Fuoco in der Oranienburgerstraße

Irgendwann warn wir dann so dermaßen müde, dass wir heim sind, aber diesmal mit dem Taxi. Es war einfach zu weit. Dort ham wir dann noch ein bisschen mit ein paar einer Abiklasse aus Baden-Württemberg geredet, bevors dann endlich ins Bett ging.

Samstag, 21. Juli 2007

Am nächsten Tag gings relativ zeitig auf, da wir ja (ich habs noch nicht erwähnt) am Freitag noch nicht wussten ob wir bis Sonntag in der Jugendherberge bleiben konnten. Gottlob klappte das auch. Nachm Frühstück mieteten wir uns Räder von der Jugendherberge für schlappe 10 Euro den Tag, was aber unsere beste Entscheidung überhaupt war, da man alles abfahren kann. Und so planten und starteten wir unsere große Runde. Das Wetter war übrigens traumhaft.

Zuerst gings durch den Tiergarten zur Siegessäule.


Die Siegessäule mit der Victoria bzw. “Goldenen Else” an der Spitze


Ganz hinten das Brandenburger Tor, von der Siegessäule aus.

Anschließend radelten wir ganz gemählich zum Schloss Bellevue, Sitz unseres Bundespräsidenten


Als ob wir dazugehören würden ;-)

Dann mussten wir uns natürlich noch den Reichstag bei Tag angugge.


Reichstag bei Tag


Auf der Liegewiese beim Reichstag

Um dann Angela Merkel nen Besuch im Kanzleramt abzustatten.


Beeindruckender Bau, dieses Kanzleramt


“Ich will hier rein!”


Nein, es hat nicht geregnet, aber das passiert wenn man durch diese kleinen Brunnen fährt.


Und noch einmal


Mei, liab (in Remember Studivz-Seite)


Ich sag ja, es war heiß…

Und weiter gings, quer durchs Regierungsviertel in Richtung Hauptbahnhof, der ja ganz neu ist und schon so manche Platten verloren hat.


Hier sowas wie moderne Kunst


Der Hauptbahnhof von Berlin


Das hier ist auch im Regierungsviertel. Nur von dieser Position aus kann man das deutsche “D” lesen

Den Fluss entlang gings zur Muesumsinsel, wo dann auch gleich mal Markt war. Man zeigte sich solidarisch mit dem Osten:


Wie zu Stalins Zeiten…


Ich natürlich auch


Die Museumsinsel

Und weiter ging die Tour zum Berliner Dom, der evangelisch ist. Dass die da Eintritt verlangten, fanden wir ne Frechheit. Aber immerhin sahen wir, wie ein Brautpaar in einer Strechlimousine ankam und von einem ganzen Set Fotografen und Kameraleuten begleitet die Kirche betrat


Der Berliner Dom

Man näherte sich langsam aber sicher dem Alex. Vorbei gings an diesem alten Stasigebäude, das zurückgebaut wird, da es giftige Stoffe enthält.


Rückbau eines alten Stasigebäudes


Peace

Und dann erstmals aus der Nähe…


…Der Fernsehturm

Gleich daneben das Rote Rathaus


Rotes Rathaus von Berlin

Und dann standen wir auf dem Alexanderplatz, das Zentrum des Berliner Trubels.


Von diesem Hochhaus am Alex kletter grad ein Mann abwärts

Die Tour führte uns südlich nach Kreuzberg, wo wir erstmal ne Original Berliner Currywurst aßen. Pflichtprogramm in Berlin…

Wir tourten einfach kreuz und quer durch das Viertel (warum sagen alle, dass das so gefährlich wäre??)…


Kreuzberg

…um dann in Richtung Flughafen Tempelhof durchzustarten. In einem schönen Sträßchen dann das: Ein Cafe mit Neumarkter Lammsbräu – Schirmen. Klar dass wir da hielten…
Daneben das Haus eines Künstlers


Kunst in Kreuzberg


A Zzzzisch in Berlin

Wir wurden kräftig zu”gequatscht” von einer Frau, die bei uns am Tisch saß. Das Cafe war nämlich mehr so ne Ökostube mit roter Grützesuppe oder Gurkensuppe und solche Sachen. Stoffwindeln sind besser als gekaufte usw. eieiei. Die Friseurin erzählte uns dann vom 36er und 61er Kreuzberg, bis wir irgendwann aufbrachen nach Tempelhof.


Die Berliner Luftbrücke… in remember

Tempelhof kann man nur von außen sehen, leider. Die Säulenrundung nicht. Dort war absolut nix los, weil fast keine Flugunternehmen von dort starten. Wird ja eh bald abgerissen. Wir fuhren noch kurz nach Neukölln und dann in Richtung Hostel, was ne ganz schöne Strecke war….


Hausfassade in Kreuzberg


Da, wo ich nie wohnen möchte…


Hausfassade bemalt und leicht überwachsen


Altbau


Eine Ubahnstation


Traumhafte Wohnlandschaft – auch das ist Berlin.

Abends aßen wir einen XXL-Döner am Alex um dann zum Gendarmenmarkt zu fahren. Irgendwie hat der italienisches Flair, wenn auch null los war. Vielleicht, weil Regen angekündigt war.


Gendarmenmarkt in Berlin

Eigentlich wollten wir ja dort essen, aber rundherum nur Nobelgeschäfte und teuerste Restaurants. Sicherlich gut, aber preislich nicht drin. Wir hatten mit ein paar vom Hostel ausgemacht, uns in ner Bar in der Nähe von der Oranienburger Straße zu treffen (eigentlich wollten wir ja zum Prenzlauer Berg – Partymeile). Dort wär so ein Konzert gewesen, aber als Andi und ich dahinkamen, war das schon vorbei. So saßen wir dort vor einem Kiosk und später noch in einer anderen Bar.


Letzter Abend in Berlin…


Mit Schwaben…


Ohne Worte…

Irgendwann radelten wir zur Jugendherberge um wohlverdient zu schlafen.

Sonntag, 22.Juli 2007

Wir waren so müde, dass wir aufstanden, die Schlüssel abgaben zum Checkout und dann einfach weitergeschlafen haben. Dann gings nochmals mit dem Rat zu…


Museum of Modern Art mit dieser Ausstellung,


Richtung Potsdamer Platz,


Wo wir auch ankamen

Danach zurück zum Hostel um mitm Auto zum Olympiastadion zu fahren. Dort war das einzige, wo wir mal Eintritt gezahlt haben.


Beeindruckend…


WM-Finale 2006 – Leider ohne uns


Auf der Haupttribüne spielte einer wunderbar Saxophon, was im ganzen Stadion schallte.


Olympia 1936


Und hier das Olympische Feuer


Die Sport-Eiche von Berlin


Kaffee und Bildung – Andi


In Remember 2006 – Wir waren dabei.

Dann gings auf die Heimfahrt… Erstmal bis in die Mitte Brandenburgs, wo auf einmal die Motortemperatur rapide anstieg. Von daher bin ich von der Autobahn runtergefahren und dann einfach mal links. Es kam ein Dorf – Straßen kann man das nicht nennen. Eher Schlaglöcher mit etwas Teer. Auf jeden Fall erkundigten wir uns nach der nächsten Tankstelle. Der Mann brauchte dazu geschlagene 20 Minuten. 100 Meter weiter :  Temperatur auf Anschlag. Pause. Telefoniert mit Dad, was sein könnte… Weiter nach ner halben Stunde – einen Kilometer. Mitten in der Pampa knapp nach nem Wald erwarteten wir dann den Abschlepper. Beim Abschleppen mit ner Stange musste ich mitlenken. Da ich nix sehen konnte (der Schlepper war höher), war das sauanstrengend. Und das so 25-30  Kilometer. Mit unserem Ersatzauto, einem Ford, gings dann weiter. Ich muss sagen, ich bin noch nie so entspannt Auto gefahren. Grund: Die Kiste ging maximalst 140 km/h.


Der Himmel brannte bei der Heimfahrt – Sonnenuntergang

Irgendwann kamen wir dann in Neumarkt an, wo mich dann mein Papa nach Regensburg weitergefahren hatte. Er hat übrigens am nächsten Tag wieder den Golf geholt. Mal schlappe 450 km gen Norden und zurück.

Ja, das war unser Wochenende, ereignisreich und wunderschön. In Remember – Mein erstes Mal Berlin!

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2 Responses to “La capital de Alemania: Ein Wochenende in Berlin”

  1. Deutsche Bank Turm (glaub ich) am Potsdamer Platz…
    DB != deutsche Bank ;-)

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About Me

Mein Name ist Michael Lang, studiere Wirtschaftsinformatik/Diplom an der Universitt Regensburg. Das Wintersemester 2006/2007 werde ich an der Uni Mlaga in Spanien verbringen.