01. April 2007 – 08. April 2007
Und dann kam sie: Semana Santa – Karwoche. Und wie: Ab Palmsonntag gab es täglich bis zu neun Prozessionen. Eine dauert acht Stunden. Quer durch die Innenstadt. Jede Prozession enthält 2 Throne (Einmal Jesus, Einmal Maria), die bis zu 250 Leute tragen müssen. Jeder der an der Prozession teilnimmt, muss zahlen. Die Begleiter mit Kerzen, Fahnen usw. tragen Hüte, die schwer an den Ku-Klux-Klan erinnern. Auf meine Frage, warum das so ist, konnte mir keiner so richtig ne Antwort geben. Tradition, Reue, Buße… Das bekam ich als Antwort.
So schön wie das ist, Tribünen, Stuhlreihen (Preise bis zu 350 Euro pro Tag), Massen an Menschen immer auf der Straße, die Umzüge teilweise die ganze Nacht durch – - – wenn man das Haus nicht verlassen kann (ich wohn neben der Kathedrale), dann nervt das schon etwas. Oder die ewigen Umwege. Allein als ich zum Supermarkt wollte, musste ich einen Umzug weitläufig umgehen, den anderen kreuzen, was alles andere als einfach ist bei den ganzen Zuschauern. Fragt meine Schwester und Mitbewohner, wie grausam es ist, aufgrund des Trommelns bis nachts um 4, halb 5 nicht schlafen zu können.
Höhepunkte waren der Gründonnerstag (hier Feiertag) und Karfreitag. Bis zu ZWEI Millionen Menschen waren in einer Stadt, die grad mal 570 000 Einwohner hat. Die Semana Santa Málagas ist neben der in Sevilla die größte und bekannteste. Die Prozessionen sind schön, aber wenn man mal 3,4 gesehen hat, dann reicht das dann auch.
Hier mal Fotos: